Technische Details

 

Bei den Dieselmotoren heutiger Bauart (Common Rail oder Pumpe-Düse) werden sowohl Kraftstoffpumpe als auch Druckpumpe durch den Dieselkraftstoff selbst geschmiert. Benzin besitzt diese Schmiereigenschaft jedoch nicht, sondern löst im Gegenteil den Schmierfilm des Diesels auf, weshalb die Pumpen "fressen" können. Das heißt, dass durch den Verlust der Schmierung die mechanischen Teile einer erhöhten Reibung ausgesetzt sind. Dadurch entstehen Abriebe und Späne, die erhebliche Schäden anrichten können. Sollte die Pumpe gar blockieren, könnten z.B. die Steuerkette reißen und die Nockenwelle brechen. Das kann schnell in die tausende Euro gehen.

 

Abpumpen und durchspülen - bevor ein Schaden entstehen kann!
Abpumpen und durchspülen - bevor Schäden entstehen können!

 

Bei Dieselmotoren älterer Bauart (z.B. mit Vorkammer-Technik) wirkt sich ein geringer Benzinanteil im Tankinhalt nicht so fatal aus. Vor vielen Jahren wurde während der Winterzeit sogar Benzin zugemischt, um bei Frosttemperaturen ein Versulzen des Dieselkraftstoffes zu verhindern. Dagegen gibt es heute speziellen Winterdieselkrafstoff an den Tankstellen. Allerdings ist Marken-Winterdiesel lediglich bis -22°C winterfest. Bei noch tieferen Temperaturen sind weitere Additive (Fließverbesserer) notwendig.

 

Externe Links:

Einspritztechnik (Wikipedia)
Antriebstechnik (Bosch)